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Haruki Murakami – 1Q84 (Buch 1&2)

1Q84-1

Nachdem ich mir das Buch schon vor einer gefühlten Ewigkeit für den Kindle heruntergeladen habe, habe ich es endlich geschafft, es zu lesen. Zum Glück! Hier meine Rezension:

Aomame ist 30 Jahre alt und arbeitet als Fitnesstrainerin und Auftragsmörderin. Sie kennt sich blendend mit dem menschlichen Körper aus und hat deshalb eine Technik entwickelt, Menschen umzubringen, ohne Spuren dabei zu hinterlassen. Ihre Aufträge erhält sie von einer älteren Dame, die sich in einem Frauenhaus um misshandelte Frauen kümmert, Aomame besucht deren Ehemänner und befördert sie still und leise ins Jenseits – ihrer Meinung nach die gerechte Strafe für ihr Verhalten.
Tengo, 31 Jahre alt, war in der Schule sehr begabt, auch in Sport. Er ging gern zur Schule, da er ansonsten Zeit mit seinem Vater verbringen musste, der bei NHK als Gebühreneintreiber arbeitete. Heute schreibt Tengo, bisher jedoch ohne großen Erfolg, deshalb lehrt er zusätzlich Mathematik. Zufällig bekommt er die Chance, den Roman „Die Puppe aus Luft“ der 17-Jährigen Fukaeri zu überarbeiten, die zwar eine blühende Fantasie zu haben scheint, jedoch nicht besonders gut schreiben kann.

Aomame und Tengo gingen zusammen zur Schule, haben sich jedoch seit vielen Jahren nicht mehr gesehen. Trotzdem verbindet die beiden etwas, sie befinden sich plötzlich in einer Art Paralleluniversum, dem Jahr 1Q84, in der es zwei Monde am Himmel gibt, Aomames Morde nicht bemerkt werden und Fukaeris Roman dank Tengo zu einem Bestseller wird. Es gibt Parallelen zum eigentlichen Jahr 1984, allerdings passieren auch allerhand eigenartige Dinge: Ein misshandeltes Mädchen taucht im Frauenhaus der alten Dame auf, wo man sich rührend um sie kümmert, doch plötzlich ist sie wie vom Erdboden verschluckt. Tengo fühlt sich von der hübschen Fukaeri angezogen, die in ihrem Roman offensichtlich ihre Kindheit verarbeitet. Doch wohin führt das alles? Was steckt hinter der seltsamen Sekte, aus der Fukaeri geflohen ist und was hat es mit den „Little People“ auf sich, die sie anscheinend dazu gebracht haben? Und wird Aomame den großen Auftrag ausführen können, den sie dieses Mal bekommt?

Das Buch ist trotz des teilweise verwirrenden Inhalts sehr flüssig zu lesen, es bleibt, bis auf einige Ausnahmen, kurzweilig, interessant und spannend. Man braucht eine Weile, um die eigentliche Geschichte zu verstehen, hat aber nicht das Gefühl, nicht weiter lesen zu können. Die Mischung aus realitätsnahen Ereignissen und Fantasyelementen macht die Geschichte nachvollziehbar. Das Buch enthält Band eins und zwei einer Trilogie, der dritte Band ist separat erschienen.

 

Ich fand mich nach kurzer Eingewöhnungsphase sehr gut mit dem Buch zurecht, ich fand es spannend, herauszufinden, wie die verschiedenen Handlungsstränge zusammen finden. Für Band eins und zwei gibt es von mir vier von fünf Sternen und ich bin gespannt, wie es im dritten Teil weitergeht.

 

Ich hoffe, dass euch meine Rezension hilft, falls ihr überlegt, ob ihr das Buch auch lesen wollt!

Bis bald,

 

Jennifer

 

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